
Wie Förster und Waldbesitzer auf Waldschäden reagieren
Wälder in Europa stehen vor enormen Herausforderungen: Klimawandel, Sturmwürfe, Borkenkäferbefall und Dürren bedrohen ganze Waldlandschaften. Eine neue Studie aus dem Jahr 2026 hat untersucht, wie verschiedene Akteure – darunter Förster, Waldbesitzer, Naturschützer und Politikberater – auf diese Bedrohungen reagieren.
Was die Studie untersucht
Die Forschenden führten eine großangelegte Befragung in mehreren europäischen Ländern durch. Rund 1.200 Teilnehmer aus dem Forstsektor wurden zu ihrer Wahrnehmung von Waldschäden und den bevorzugten Gegenmaßnahmen befragt.
Was die Forscher herausfanden
Die Ergebnisse zeigen ein differenziertes Bild: Während Forstwirte traditionell auf schnelle wirtschaftliche Lösungen setzen, fordern Naturschützer zunehmend einen Ansatz, der mehr Raum für natürliche Sukzession lässt. Besonders auffällig war, dass die Mehrheit der Befragten den Klimawandel als Hauptursache für zunehmende Waldschäden identifizierte.
Was das für die Praxis bedeutet
Für Waldbesitzer und Forstbetriebe zeigt die Studie, dass es kein Einheitskonzept gibt. Vielmehr braucht es regional angepasste Strategien, die sowohl wirtschaftliche Interessen als auch ökologische Belange berücksichtigen.
Quelle: Ecosystem Services, 2026. DOI: 10.1007/s13280-026-02397-9